Kursinhalt
4. Möglichkeiten klimafreundlicher zu reisen
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6. Klimafreundlicher Übernachten und Erleben
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8. Abschluss
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Klimaschutz am Counter

Wahl der Unterkunft

Bei der Angebotsgestaltung können Sie nachhaltiger geführte (bzw. besser nachhaltig zertifizierte) Unterkünfte vorschlagen. Diese Unterkünfte setzen auf eine nachhaltige Entwicklung und berücksichtigen dabei sowohl ökologische als auch soziale und ökonomische Aspekte.

Zu den ökologischen Aspekten zählen auch Maßnahmen, die zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen beitragen. Dazu gehören beispielsweise der Einsatz energieeffizienter Technologien und Beleuchtungssysteme sowie die Nutzung erneuerbarer Energiequellen. In der Gastronomie können die Emissionen z.B. durch die Auswahl von klimafreundlicheren Produkten sowie durch ein gutes Abfallmanagement (inkl. Abfallvermeidung) reduziert werden.

Die soziale Verantwortung umfasst beispielsweise die Gewährleistung fairer Arbeitsbedingungen, die Förderung lokaler Beschäftigung und die Verwendung regionaler Produkte.

Eine Nachhaltigkeitszertifizierung erleichtert es Ihnen, nachhaltige Beherbergungsbetriebe zu identifizieren. Allerdings ist nicht jede nachhaltige Unterkunft tatsächlich auch zertifiziert. Weitere Informationen zu den Nachhaltigkeitsmaßnahmen finden Sie z.B. auch auf der Website oder anderen Kanälen (Buchungsplattform, Katalog, Social Media etc.) der Unterkunft.

Bei der Angebotsgestaltung können Sie nachhaltige (bzw. nachhaltig zertifizierte) Unterkünfte vorschlagen. Diese Unterkünfte setzen auf eine nachhaltige Entwicklung und berücksichtigen dabei sowohl ökologische als auch soziale und ökonomische Aspekte.

Zu den ökologischen Aspekten zählen auch Maßnahmen, die zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen beitragen. Dazu gehören beispielsweise der Einsatz energieeffizienter Technologien und Beleuchtungssysteme sowie die Nutzung erneuerbarer Energiequellen. In der Gastronomie können die Emissionen z.B. durch die Auswahl der Produkte sowie durch ein gutes Abfallmanagement (inkl. Abfallvermeidung) reduziert werden.

Die soziale Verantwortung umfasst beispielsweise die Gewährleistung fairer Arbeitsbedingungen, die Förderung lokaler Beschäftigung und die Verwendung regionaler Produkte.

Eine Nachhaltigkeitszertifizierung erleichtert es Ihnen, nachhaltige Beherbergungsbetriebe zu identifizieren. Allerdings ist nicht jede nachhaltige Unterkunft tatsächlich auch zertifiziert. Weitere Informationen zu den Nachhaltigkeitsmaßnahmen finden Sie z.B. auch auf der Website oder anderen Kanälen (Buchungsplattform, Katalog, Social Media etc.) der Unterkunft.

Weitere Vorteile von nachhaltigen Unterkünften

Nachhaltige Unterkünfte sind oftmals qualitativ hochwertiger. Um nur einige Beispiele zu nennen: Es kann ein besserer Service durch faire Arbeitsbedingungen und zufriedenes Personal gewährleistet werden. Der Schutz von Flora und Fauna trägt dazu bei, die Attraktivität der Umgebung zu erhalten. Lesen Sie mehr dazu in unserem E-Learning „Nachhaltigkeit am Counter“ powered by DRV und Futouris.

Dabei müssen nachhaltige Unterkünfte nicht zwangsläufig teurer sein. Durch wasser- und energiesparende Technologien und Maßnahmen können Kosten eingespart werden, die sich schließlich auch auf die Preise auswirken können.

Orientierung für Ihre Beratung: Welche Arten von Kennzeichnungen gibt es?

Es gibt über 200 verschiedene touristische Nachhaltigkeitslabels weltweit und nicht alle greifen auf die gleichen Kriterien zurück. Es empfiehlt sich, auf Nachhaltigkeitslabels zu achten, welche unabhängig sind und wirklich alle Kriterien beachten.17

Seit dem 27.09.2026 gelten neue Vorgaben zur Stärkung der Verbraucher:innen für den ökologischen Wandel (die EU EmpCo-Richtlinie, mehr dazu in Kapitel 7.2 der Schulung „Nachhaltigkeit am Counter“).

Auch Nachhaltigkeitszertifikate und Nachhaltigkeitsinformationen fallen hier drunter, bekommen aber einen klareren Rahmen: Entscheidend ist, dass Aussagen konkret, belegbar und nachvollziehbar sind.

Für die Praxis hilft es, zwischen zwei Gruppen zu unterscheiden:

  1. Zertifizierungssysteme und Anerkennungsstellen

Hierzu zählen der Global Sustainable Tourism Council (GSTC) sowie die Tourism Sustainability Certifications Alliance (TSCA).

  1. Kennzeichnungen von Buchungsportalen und Vertriebssystemen

Hierzu zählen der FAIRWEG-Score und das STAYFAIR-Attribut. Diese Kennzeichnungen beruhen auf einer Bewertung durch das jeweilige Portal und erleichtern die Recherche.

Zertifizierungssysteme und Anerkennungsstellen

Der Global Sustainable Tourism Council hat globale Mindeststandards für ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit gesetzt. Der GSTC zertifiziert selbst keine Hotels oder Reiseangebote, sondern erkennt Zertifizierungssysteme an und akkreditiert Zertifizierungsstellen. Von GSTC anerkannte bzw. akkreditierte Label erfüllen diese Mindeststandards.18

Nennen Sie gegenüber Kund:innen daher immer das konkrete Zertifikat der Unterkunft und nicht den GSTC selbst.

Die Tourism Sustainability Certifications Alliance ist ein Zusammenschluss führender, weltweit anerkannter Zertifizierungsstellen. Die Mitglieder der TSCA haben einen Mindeststandard für Nachhaltigkeit entwickelt, der ökologische, soziale und ökonomische Kriterien umfasst und den alle Zertifizierungsorganisationen einhalten müssen.
 Zusammen repräsentieren sie nach eigenen Angaben rund 19.000 zertifizierte Unternehmen weltweit.19 

Kennzeichnungen von Buchungsportalen und Vertriebssystemen

Der FAIRWEG Score wurde vom Online-Buchungsportal FAIRWEG ins Leben gerufen, um die Suche nach Unterkünften mit nachweislichem Engagement zu erleichtern und die Vergleichbarkeit zwischen Unterkünften zu ermöglichen. Er ist ein transparenter Vergleichsindex, der öffentlich verfügbare Angaben zum nachhaltigen Engagement einer Unterkunft bündelt und übersichtlich darstellt und keine Zertifizierung durch eine unabhängige dritte Stelle.

Der FAIRWEG Score zeigt anhand von 12 Kriterien (wie bspw. Umwelt-, Wasser-, Energie- und Abfallmanagement, Plastikvermeidung, soziales Engagement oder Bio-Küche), wo eine Unterkunft ökologisches und soziales Engagement zeigt und wo es noch Entwicklungspotential gibt.20

Das STAY FAIR Zeichen markiert Unterkünfte gekennzeichnet, die eine aktuell gültige und unabhängig geprüfte Nachhaltigkeitszertifizierung nachweisen. Es werden ausschließlich Zertifizierungssysteme berücksichtigt, die den Anforderungen der EU-EmpCo-Richtlinie entsprechen (welche das sind, können Sie auf der Webseite von STAY FAIR nachlesen).

Die mit dem STAY-FAIR Zeichen markierten Unterkünfte sind bspw. in Vertriebssystemen wie dem amadeus Bistro Portal deutlich erkennbar. Auch das jeweilige Zertifikat der Unterkunft und seine Gültigkeitsdauer ist in den Systemen nachvollziehbar.21

Diese Anhaltspunkte helfen Ihnen bei der eigenen Einschätzung. Gegenüber Kund:innen benennen Sie daraus nur die jeweilige konkrete Maßnahme, etwa, dass ein Haus Trinkwasserspender bereitstellt, und nicht daraus auf eine nachhaltige Unterkunft ableiten. Der Schluss von einzelnen Maßnahmen auf eine nachhaltige Unterkunft ist eine allgemeine Umweltaussage und gleichzeitig eine nicht zulässige Ausweitung auf das Gesamtangebot.

Weitere Informationen und Tipps für Gespräche mit Kund:innen finden Sie in Kapitel 7 „Kommunikation“ des E-Learnings „Nachhaltigkeit am Counter“ von DRV und Futouris.

Im Tourismus gibt es mittlerweile weltweit über 200 verschiedene Nachhaltigkeitszertifikate, die unterschiedliche Kriterien berücksichtigen und nicht alle gleichwertig sind. Wir empfehlen, auf die vom Global Sustainable Tourism Council (GSTC) anerkannten Zertifikate zurückzugreifen. Diese basieren auf globalen Mindeststandards für den Tourismus und sind transparent und glaubwürdig.

Sie erkennen nachhaltig zertifizierte Unterkünfte zum Beispiel durch die Kennzeichnung des Grünen Blattes. Das Grüne Blatt berücksichtigt alle Label, die die Mindeststandards des GSTC erfüllen.

Handlungsmöglichkeiten

Handlungsmöglichkeiten

Informieren Sie sich, ob die Unterkünfte klimafreundlich sind und grundsätzlich auf Nachhaltigkeit achten. Bieten Sie bevorzugt nachhaltige (zertifizierte) Unterkünfte an. Achten Sie dabei auf vertrauenswürdige Zertifizierungen (GSTC anerkannt).

Wenn Sie den Kund:innen mehrere Hotels vorschlagen, können Sie die nachhaltig (zertifizierten) Unterkünfte kenntlich machen.

Schlagen Sie Ihren Kund:innen bei jedem Angebot mindestens eine nachhaltig zertifizierte Unterkunft vor und kennzeichnen Sie diese entsprechend.

In der Bedarfsanalyse haben Sie sicherlich herausgefunden, welche Bedürfnisse und Wünsche Ihre Kund:innen haben. Stellen Sie die Vorteile dieser Unterkunft für Ihre Kund:in entsprechend heraus (bspw. 100% Ökostrom).

Informieren Sie sich darüber, welche Klimaschutz – und / oder Nachhaltigkeitsmaßnahmen die Unterkünfte konkret umsetzen, die von Ihnen viel gebucht werden. Das hilft Ihnen in der Beratung Ihrer Kund:innen.
Wenn Sie den Kund:innen mehrere Hotels vorschlagen, können Sie die nachhaltig (zertifizierten) Unterkünfte kenntlich machen.

Haben Sie Lieblingshotels? Schauen Sie doch mal, ob diese nachhaltig zertifiziert sind. Wenn ja, dann kennen Sie bereits die Argumente, um es Ihren Kund:innen anzubieten.

In der Bedarfsanalyse haben Sie sicherlich herausgefunden, welche Bedürfnisse und Wünsche Ihre Kund:innen haben. Häufig erfüllen Unterkünfte, die Maßnahmen zum Klimaschutz achten, diese besonders gut. Stellen Sie die Vorteile dieser Unterkunft für Ihre Kund:in entsprechend heraus (bspw. Fahrradverleih, vegetarische Gerichte).

Achten Sie bei der Auswahl von Unterkünften, ob diese eine gültige Nachhaltigkeitszertifizierung besitzen (bspw. über das STAYFAIR-Attribut im amadeus Bistro-Portal).

Schlagen Sie Ihren Kund:innen bei jedem Angebot mindestens eine nachhaltig zertifizierte Unterkunft vor und geben Sie Details zu den konkreten Nachhaltigkeitsmaßnahmen.

Informieren Sie sich darüber, welche Klimaschutz – und / oder Nachhaltigkeitsmaßnahmen die Unterkünfte konkret umsetzen, die von Ihnen viel gebucht werden. Überlegen Sie, welche konkreten Mehrwerte diese Maßnahmen für Ihre Kund:innen bedeuten und sprechen Sie diese aktiv an.

Haben Sie Lieblingshotels? Schauen Sie doch mal, ob diese nachhaltig zertifiziert sind. Wenn ja, dann kennen Sie bereits die Argumente, um es Ihren Kund:innen anzubieten.

Formulierungshilfen

„Es gibt für Ihre Reise auch die Möglichkeit, eine nachhaltig zertifizierte Unterkunft auszuwählen. Das Hotel (Name) bspw. ist nach (Name des Zertifikates) zertifiziert und Sie profitieren von frischen regionalen Produkten (beim Frühstück) und einer Lage, die Ihnen viel Ruhe und Natur bietet.“

„Mit der Wahl dieser Unterkunft unterstützen Sie ganz konkret die Region, bspw. da das Hotel Lebensmittel von lokalen Produzenten aus der Umgebung bezieht und Ausflüge mit lokalen Anbietern organisiert. So bleibt ein größerer Teil der Einnahmen vor Ort.“

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